Förderprojekte

flexEO

flexEO - Auf flexibler Elektronik und Optik basierendes tragbares Gerät zur in vivo Spektrometrie von Blutbestandteilen für die Telemedizin

 
Die Blutspektrometrie (BSP) erlaubt gemeinhin eine quantitative Bestimmung von Blutbestandteilen. Vor dem Hintergrund einer Zunahme chronischer Erkrankungen und einer ausgeprägten Multimorbidität, aber auch in Anbetracht der wachsenden Bereitschaft zu privater Vorsorge und Fitnessanwendungen, verfügt eine nicht-invasive, in vivo ausgeführte BSP über unzählige klinische und außerklinische Anwendungen. Im Gegensatz zur in vitro BSP, welche heute Stand der Technik ist, ist die in vivo BSP allerdings noch nicht ausreichend realisiert. Die Schwierigkeit besteht darin, dass sekundäre, statische (Haut und Knochen) und dynamische Einflussfaktoren (Blutpulsation) in vivo erfassbare Spektren bestimmen und eine Analyse der Blutbestandteile verhindern.
 
Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Entwicklung eines tragbaren Gerätes, welches ein von anvajo entwickeltes Mikrospektrometer zur Aufnahme der Absorptionsspektren enthält und eine Elektronikeinheit, die auf Basis flexibler Substrate der Fakultät Elektrotechnik der TU Dresden entwickelt wird. Um der Herausforderung der robusten Biosignalaufnahme auch unter schwierigen Bedingungen zu begegnen (Bewegung, etc.), werden neue innovative, hardwareseitige Lösungen implementiert.
 
Das Projekt wird durch die EU im Rahmen des EFRE-Programmes gefördert und läuft bis Ende 2019.
Projektträger ist die Sächsische Aufbaubank.

GlyHo

GlyHo - Glyphosat-Spurennachweis in wässrigen Systemen und Lebensmitteln mittels holographischer Vor-Ort-Analytik

 
Niedermolekulare Spurenstoffe in wässrigen Systemen mit ihrem Ursprung in der landwirtschaftlichen Nutzung, wie das Breitband-Herbizid Glyphosat, werden aufgrund ihrer potentiellen Gefährdung der menschlichen Gesundheit sehr kritisch in der Gesellschaft diskutiert. Sie gefährden nicht nur potentiell die Gesundheit der Bevölkerung, sondern beeinflussen auch die Biodiversität natürlicher Ökosysteme. Sensitive Analysemethoden für den Nachweis dieser Spurenstoffe haben das Problem aufwendige und teure Labordiagnostik zu benötigen und/oder eine unzureichende Sensitivität und Spezifität für niedermolekulare Analyten zu besitzen.
In dem FuE-Projekt wird ein neues Vor-Ort-Analysesystem entwickelt, welches dem Nachweis von Glyphosat in wässrigen Systemen dienen soll. Die neue Technologie wird gemeinsame von den sächsischen Firmen anvajo, UMEX und IfU zusammen mit dem Institut für Genetik der TU Dresden und dem Institut für Biochemie der Universität Leipzig erarbeitet. Durch den Einsatz mikrofluidischer Technologien, holographischer optischer Nachweisverfahren und biospezifischer Funktionalisierung von Mikropartikeln und Chipoberflächen, wird ein Verfahren entwickelt, welches im Bereich der Lebensmittelüberwachung, des Umweltmonitoring sowie Verbraucherbereich als mobiles Vor-Ort-Analysesystem für verschiedene Anwendungen zur Verfügung gestellt werden soll.

Das Projekt führt die in den sächsischen KMU und an den beiden sächsischen Universitäten vorhandenen Expertisen zielgerichtet zusammen und bildet im Erfolgsfall eine Plattformtechnologie für eine neue Art von einfach handhabbaren Vor-Ort Analysesystemen, welche in unterschiedlichen Anwendungen für einen breiten Nutzerkreis einsetzbar und wirtschaftlich vermarktbar sein wird.

Das Projekt wird durch die EU im Rahmen des EFRE-Programmes gefördert und läuft bis Ende 2021.
Projektträger ist die Sächsische Aufbaubank.